Geschichten aus dem Leben

Die Liebe – weil es so schön ist warm zu sein …

Mann, jetzt hab ich aber echt die Schnauze voll! 👿

Schon seit Tagen sitze ich hier vor diesem Bildschirm und spiele wieder dieses stupide Buchstaben schreiben, Buchstaben löschen Spiel. Egal, was ich hier auch versuche, ich finde weder die richtigen Worte, noch nicht einmal belangloses Blabla für einen simplen Einstieg. Und selbst wenn man diese ersten Sätze hier als Einstieg nehmen würde, wüsste ich jetzt gar nicht, welche Worte nach diesen folgen sollten. Nein, es ist nicht einfach bloß eine Schreibblockade, es ist mehr. Ich bin vollkommen durcheinander geraten, finde mich nicht mehr zurecht in meinem Innenleben, was mich erheblich beeinträchtigt. Mein Alltag besteht nur noch aus Chaos und Verwirrung. In meinem Kopf ist irgendwie nur noch Stroh, mein Verstand ist OUT OF ORDER, Bauch und Herz betteln um Gnade und über allem liegt die stumme Frage: Hallo? Wo wird das noch enden? 😮

Ich bin so unfähig im Moment … 😡

Beruflich eine Katastrophe …

Arbeiten ist derzeit eine ganz besonders große Herausforderung, besonders wenn die Aufgabenstellung aussieht, wie folgt:


Bericht Nr.1
In diesem Bericht geht es um den Bereich MSI und Safety. Was passiert in diesen Bereichen in den nächsten 10/20 Jahren? Auf was müssen wir uns gefasst machen?


Hallo? Woher soll ich das wissen?! 😯

Auch eine 25 Minuten Rede zur Weihnachtsfeier eines großen Unternehmens für rund 1000 Mitarbeiter fiel mir in den letzten Tagen extrem schwer. Um eine Rede schreiben zu können, braucht es eben einen klaren Kopf und einen ungestörten Zugang zu meinen Emotionen.

Womit wir auch wieder bei meinem derzeitigen Hauptthema wären …

Langsam nimmt mein Zustand echt ungeahnte Ausmaße an. Es fühlt sich gerade so an, als würde ich mich in meinem Oberstübchen ständig in der Türe irren und dabei ständig versehentlich in  geschlossene Gesellschaften biochemischer Geheimtreffen platzen. Ein fieser, emotionsloser Haufen, der sich gegen mich verschworen hat. Unzählige Neurotransmitter starren mich finster an, bevor sie mich unsanft rausschmeißen und entrüstet rufen: „Raus! Du hast hier nichts zu suchen! Für Dich und Deinen Gefühlskram haben wir hier keinen Platz!“  😥

Fuck you! 👿

Ja, und so vegetiere ich weiter mit einem augenscheinlich „normal“ für Emotionen verantwortlichem System durch das Leben und fühle mich täglich immer mehr fehl am Platz … fremd … verloren … durcheinander … whatever! 😮

Meine Therapeutin geht mir inzwischen auch auf den Sack …

Nebenbei bemerkt, falls jemand das Gefühl nicht los wird, dass dieser Blogeintrag heute außergewöhnlich emotionsgeladen ist – stimmt! 😀

Ich verstoße heute bewusst gegen die Regeln, ich rebelliere, lehne mich auf, breche aus diesem Albtraum aus – ja, ich habe heute meine Tabletten nicht genommen. Ja, ich brauche heute verdammt nochmal diesen Rausch, meine Droge, nach der ich süchtig bin. Das Fühlen ist mein Lebenselixier, ohne meine extremen Emotionen gehe ich kaputt. Ja, das hätte ich bis zuletzt auch nicht gedacht, denn es gibt genügend Situationen in denen extreme Emotionen kontraproduktiv sind. 😀

Ich erinnere mich da gerade an eine Situation die mir vor vielen Jahren mal passiert ist und in der mich die Willkür eines dorfbekannten Ordnungsbeamten (in zivil) emotional so auf die Palme gebracht hat, dass ich nur knapp einer Klage wegen Beamtenbeleidigung und Bedrohung entgangen bin. Ich sehe ein, dass so Äußerungen, wie „Witzfigur“ oder  „Ihre Frau hat Sie wohl lange nicht mehr rangelassen“ vielleicht nicht so klug sind, aber genau das ist das Problem. Wenn ich wütend werde – und das dauert in der Regel sehr, sehr, extrem  lange, – dann gehen auch mal die Pferde mit mir durch.

Ich habe damals übrigens nur vor einer Telefonzelle mein Auto abgestellt und auf jemanden gewartet – mehr nicht. Das Ende vom Lied: Weil ich ihm nicht meinem Personalausweis aushändigen wollte, rief er die Polizei. Ich habe ihm daraufhin angeboten, ihm eine reinzuhauen, damit sich die Anzeige auch lohnen würde, was er wiederum als Bedrohung auffasste. Es ging aber alles gut, ich musste mich nur einen Tag später aufrichtig bei ihm entschuldigen … was ich auch zähneknirschend getan habe. 😳

Trotzdem war er ein Arschloch … 😀

An meine emotionsbedingte, unkontrollierte Unsachlichkeit musste sich Andi (mein Mann) auch gewöhnen … die Nicki ist dann eben mal wieder „schwierig“ … er findet es in der Regel amüsant … ich äußerst problematisch. 😀

Aber jetzt … ?

Jetzt ist gerade gar nichts problematisch …

Wahnsinn! <3

Ich fühle wieder diese Wärme… Wärme im Bauch, im Herzen und im ganzen Körper. Ich genieße jede Sekunde, in der das Leben wieder durch meine Adern fließt. Egal, was da auch gerade in mir aufsteigt, ich heiße es willkommen, mit allen Konsequenzen. Von mir aus auch mit Tränen oder mit einem gigantischen (allerdings verräterischen) Lachanfall.

Mit diesem Video habe ich mich heute verraten … ich hab mich so Schrott gelacht … und tue es immer noch. 😀

Zack!

Verraten … 😀

Wenn ich lache, merkt mein Mann sofort, dass ich meine Tabletten nicht genommen habe. Er meint, ich würde dann bescheuert werden … als wenn ich Drogen genommen hätte. Meine große Tochter hingegen merkt sofort, wenn ich unter Medikamenten stehe, denn sie vermisst ihre bescheuerte Mutter. 😀  <3

Bald mein Kind …

Wie früher …

Hier der Beweis – that`s me and my doughter Hanna im Jahre 2010!

Achtung, emotionsgeladen und extrem bescheuert! 😀

Ja, und im Moment fehlt mir „auf Tabletten“ irgendwie die Fähigkeit zum bescheuert sein. 🙁 Ich mutiere zu einer langweiligen, talentlosen Spießerin. Ich habe nach wie vor ein ernsthaftes Problem mit dieser Entwicklung, die eben ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses ist. Womit wir dann auch wieder bei meiner Aussage von oben wären:

Meine Therapeutin geht mir auch auf die Nerven!  😀

Natürlich habe ich ihr von dieser unendlichen Leere in mir erzählt. Für sie scheine ich allerdings nur ein faszinierendes Versuchsobjekt zu sein, was man nicht alle Tage auf der Couch sitzen hat. Sie ist jedes Mal vollkommen von den Socken, mit was für neuen Erkenntnissen und Selbstversuchen ich daherkomme. Aber am meisten ist sie begeistert, wie ein hochsensibler und somit extrem emotionaler Mensch reagiert, wenn ihm genau diese Sensibilität und Emotionalität auf ein Mindestmaß reduziert, bzw. teilweise ganz genommen wird. Sie findet es „interessant“, wie ich innerlich durchdrehe.

Interessant … so so …

Aber gut, ich verzeihe ihr das … ansonsten macht sie ihren Job ziemlich gut und es gibt tatsächlich nichts, was ich nicht erzählen würde … selbst dass ich manchmal die Tablette vergesse … was sie übrigens auch „interessant“ findet. 😀

Apropos interessant …

Was wollte ich eigentlich mit diesem Eintrag heute sagen? 😮

Keine Ahnung …

Vielleicht wie es sich anfühlt ein biochemischer Rebell zu sein …

In diesem Moment, ist es tatsächlich der Himmel auf Erden …

Ich fühle wieder etwas …

Ich fühle sogar eine ganze Menge …

Mir kommen die Tränen…

Ja, ich fühle wieder das, was zu meinem Lebensmotto geworden ist – ähnlich wie das Karma-Ding, – und was Osho einst so ausdrückte:


„Das Richtige in den Händen des Falschen wird falsch, und das Falsche in den Händen des Richtigen wird richtig.

Macht euch also keine Gedanken darüber, was ihr tut. Bedenkt nur eines: Was ihr SEID. Dies ist eine entscheidende Frage-Tun oder Sein. Alle Religionen befassen sich mit dem Tun. Ich befasse mich mit dem Sein. Wenn dein Sein richtig ist, und mit „richtig“ meine ich: selig, still, friedlich, liebevoll-, dann ist alles, was du tust, richtig. Dann gibt es keine anderen Gebote mehr für dich außer einem: SEI einfach.

Sei so total, dass in deiner Totalität kein Schatten mehr möglich ist. Dann kannst du überhaupt nichts falsch machen. Die ganze Welt kann sagen, dass es falsch ist, aber das ist egal. Was zählt, ist dein eigenes Sein. Auf dein Sein kommt es an, einzig und allein auf dein Sein.

Liebe dich selbst, respektiere dich selbst, respektiere deine eigene Stimme. Höre ihr zu und befolge, was sie sagt!

Die Existenz ist unser Spiegel, sie ist unser Echo. Alles, was wir tun, wird uns zurückgegeben. Wenn wir sie anschreien, schreit sie uns zurück an. Wenn wir ihr ein Lied singen, wird uns das Lied zurückgegeben. Die Existenz sagt nie „Nein“. Sie sagt immer „Ja“. Weil sie uns liebt.

Aber wir stehen der Existenz gegenüber gleichgültig, wir sind zu ihr nicht liebevoll. Wenn du einmal anfängst, alles, was ist, zu lieben – die Flüsse, die Berge, die Sterne, die Menschen, die Tiere – wenn du einmal anfängst, dich mit tiefer Liebe auf das Leben einzulassen, wenn du dich einmal erwärmst, dann erwärmt sich die ganze Existenz für dich…

Die Liebe…

Eine grundlose Wärme – einfach weil es so schön ist, warm zu sein.

(Osho)


Ja, es ist wunderschön …

Ich trage nicht ohne Grund das Zeichen der Liebe in meinem Nacken -ich werde die paar Monate auch durchhalten!

<3

Bis bald mal wieder

P.S.:

Ja, ich werde meine Tabletten morgen wieder nehmen …

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