Geschichten aus dem Leben

Lichtblick: Kunst kann trösten

Ja, da bin ich schon wieder…

Sagt, ist mein heutiges Titelbild nicht schön? 😀

Das Foto hat mich getröstet und mein Gemälde hat mich getröstet – ja, Kunst tröstet!

Und darum geht es heute …

Ich möchte Euch endlich mein heiß geliebtes „Werk“ präsentieren. Und damit meine ich jetzt nicht zwingend die Tatsache, dass ich ein bestimmtes Gemälde heute unbefugt (!) ALLEINE aufgehangen habe. Ja, mir wurde tatsächlich jegliche Kooperation und Hilfe (wegen verschrobener Prinzipien) verweigert und jetzt ist der Herr erst recht beleidigt, weil ich mir das Recht heraus genommen habe, mit 38 Jahren selbst bestimmen zu dürfen was ich kann und was nicht.

ABSOLUTE FRECHHEIT!

Wer diese spezielle Hintergrundgeschichte gestern oder heute morgen nicht mitverfolgen konnte, kann sie gerne HIER nachlesen. Ich habe meinen letzten Blogtext wieder aus meiner Facebook-Timeline gelöscht, weil mein Streitpartner meinte, das dies „sehr frech“ von mir gewesen war, also meinen Blogtext auf Facebook zu teilen …

Dann bin ich lieber frech als wehrlos…

Aber gut, auf Facebook ist der Text ja nicht mehr. Im Blog bleibt der Text aber dauerhaft erhalten und der Hinweis darauf, dass es einen solchen Text gibt, ist ja auch legitim.  😉

Mein Baby hängt jedenfalls …

Endlich…

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Ich brauchte dazu lediglich einen Bleistift, ein Maßband, eine Wasserwaage, eine Bohrmaschine, einen 8 mm Bohrer, 8 mm Dübel, entsprechend darauf passende Schrauben mit Haken und Entschlossenheit – bis auf die Erlaubnis meines Mannes war sogar alles vorhanden, es musste nur noch alles an dieser Wand zusammenfinden. 🙂

Hängt auch gerade – die zwei Millimeter Ungenauigkeit wurden mit Knete ausgeglichen…

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Ja, dieses Bild war Liebe auf den ersten Blick …

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Und zu diesem Zeitpunkt hatte ich es „nur “ auf einem Foto gesehen und hatte keine Ahnung, wie riesig das Gemälde ist. Ich war nur irritiert als der Vorbesitzer anmerkte, es könne NICHT in einem Auto transportiert werden. Es wurde aber am Ende tatsächlich mit einem Transporter abgeholt.

Die Krönung: Ich las zu diesem Zeitpunkt das Buch „Das Bild“ von Stephen King, weil ich schon einmal von einem Kunstwerk so magisch angezogen wurde, dass es mir fast schon etwas Angst machte.

Das war das Bild hier …

Das Gesicht einer Frau, inmitten einer vom Abriss bedrohten Scheune …

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Ich liebe SIE …

Und ich hab mit IHR auch noch viel vor… ja, zu diesem ganz speziellen Kunstwerk wartet noch eine eigene Geschichte und soll aber ein anderes Mal erzählt werden. 😉

In dem Buch von Stephen King ist Rose ebenfalls von einem Gemälde (welches sie in einem An- und Verkaufgeschäft entdeckte) so fasziniert, dass sie das Gefühl hat, ohne dieses Bild nicht mehr leben zu können. Das ging mir sowohl bei dem Graffiti als auch bei meinem heute aufgegangenen Gemälde ebenfalls so.

Es war ganz faszinierend. Dieses Bild zog mich so in den Bann, dass ich ganz nervös und unruhig wurde. Es war eine Flut an Emotionen. Es hatte so etwas fesselnd Mystisches und ich hatte die Vision, dass dieses Bild etwas ganz Besonderes, eine ganz geheime Energiequelle war, die nur für mich bestimmt ist. Mit diesem Bild in meiner Nähe würde ich bei jedem Blick Ruhe, Kraft und eine Menge Ideen  finden … ich müsste es nur noch nach Hause bringen.

Nach Hause

In dem Buch „Das Bild“ konnte sich Rose McClendon das Gemälde nicht leisten. Sie dachte es sei Tausende Dollar wert, weil es so überwältigend schön war. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt nicht mal 1 $ in der Tasche. Letztendlich tauschte sie das Gemälde gegen einen 50 $ Ehering und erlebte mit diesem Bild im Anschluss wirklich Himmel und Hölle. Sehr lesenswert! 🙂

Ganz ehrlich? Auch ich war mir sicher: Niemals würde ich mir dieses Gemälde, diesen Traum wirklich leisten können, denn dieses Bild wurde gemalt von … nein, stopp, das verrate ich nicht. Wer es wissen will, darf mich gerne persönlich danach fragen. 😀

Ich erzählte Rainer (ein Bekannter und der Vorbesitzer, der keinen Platz mehr dafür hatte) ganz wehmütig von meinem ersten Gefühl zu diesem Bild und auch von meiner Vision aber auch, dass ich als mögliche Käuferin nicht in Frage kommen würde. Ich bin Autorin – mein Budget ließ keine Ausgaben für mein persönliches Privatvergnügen zu, sorry.  🙂

„Ich möchte, dass es in gute Hände kommt – Geld ist mir hierbei nicht wichtig!“

😯

Es folgte ein Telefonat und im Anschluss eine Terminabsprache zur Abholung.

Seit August ist es zu Hause … 🙂

Und jetzt habe ich es endlich aufgehängt …

Leider unter katastrophalen Rahmenbedingungen – ohne Scheiß, die Fronten sind so verhärtet, wir werden uns am Ende bestimmt noch wegen zwei dummen Schrauben an der Wand scheiden lassen – aber es hängt an der Wand und ist bei mir. Ich kann mich davor stellen, träumen und auf das Meer hinaus schauen, die Felsen bestaunen, Echospielchen veranstalten, damit den Fischern auf den Senkel gehen und immer wieder die Antwort auf die Frage suchen:

Warum sehe ich auf diesem Bild eine wundervolle Mondnacht und andere einen sonnigen Tag, hä?  😯

Was meinst du?

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2 thoughts on “Lichtblick: Kunst kann trösten

  1. Wahnsinnsbild! Einfach toll – man kann sich richtig darin verlieren! – …. und was noch viel wichtiger ist: Einfach toll, dass du es selbst aufgehängt hast … du hast mich motiviert! Ich werde morgen auch die Bohrmaschine in die Hand nehmen… mal sehen wie die Wirkung ist 😉 Alles Liebe Maria

  2. Vielen Dank für Deine Nachricht. 🙂 Ich freue mich sehr über Dein Feedback und auch, dass ich Dich motiviert habe. Ich dachte vorher auch immer, wenn ich eine Bohrmaschine in der Hand habe, hätte das eine Wirkung wie eine Atombombe. 😆 Aber stimmt gar nicht. Einfach trauen und keine Angst haben. Und wenn Du Dir nicht sicher bist, welcher Bohrer und welche Dübel – ich hab da auch gegoogelt udn eine tolle Auflistung gefunden. http://www.derselbermacher.de/werkzeug/bohren/duebel/verhaeltnis_duebel_schraube.php – fand ich sehr hilfreich. 🙂

    Ich hab hier noch ein paar Regale stehen, die seit zwei Jahren darauf warten aufgehängt zu werden, die gehe ich als Nächstes an. 😀

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