Geschichten aus dem Leben

Mannometer, die Wogen glätten sich …

Das Beitragsfoto zeigt übrigens Klee, der von einem steigendem See überschwemmt wurde … bedeutungsvolles Bild … unter Wasser … going under … Klee = Glück… ach vergesst es. 😀

Die Wogen haben sich geglättet…

Mein Stresspegel liegt jetzt im Ruhezustand bei etwa 4 …

Das hat einen Grund …

Dazu später mehr …

Ich muss zunächst SO anfangen:

Juhuuu, ich schreibe wieder …

Und, wie ich aus heutiger Sicht feststelle, ist das gar nicht so selbstverständlich …

Denn, ich habe am Samstag aufgrund eines unkonzentrierten Augenblicks meine ganze Webseite zerschossen. GAME OVER. Alles weg. Es gab nur noch eine weiße Seite. Eine weiße Seite, die mir deutlich zu verstehen gegeben hat, dass an dieser Stelle wohl Schluss ist. Schluss mit mir und meinen Gedanken, die ich mit meiner vollen Identität in die große weite Welt posaune, ohne Rücksicht darauf, dass ich mir dabei auch mal Kopfschütteln und Unverständnis einhandle, – übertriebene Art der Selbstdarstellung, was sollen denn die Leute denken, Krankheitsgeschichten als Fortsetzungsroman will keiner lesen bla, bla, bla – Fuck you!

Ich konzentriere mich da lieber auf das (überwiegend) positive Feedback und mein entspanntes und beflügeltes Empfinden nach jedem Blogeintrag und – wie ich jetzt festgestellt habe, – auf neue, tiefsinnige Aufträge.

Aber, wie gesagt, nach dieser weißen Seite am Samstag Morgen, war für mich klar: DAS WAR`S! ENDE! AUS! Was ich zunächst natürlich nicht wahrhaben wollte. Ich habe wirklich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, das Problem zu beheben. Google lieferte mir die Lösung auf dem Silbertablett, aber ich war nicht in der Lage, den Anweisungen zu folgen, weil ich die Anweisung schlicht weg nicht verstanden habe. Ich sollte eigentlich nur den Plugin-Ordner im FTP umbenennen … ich wusste aber nicht, wo dieser Ordner sein sollte. Ich hatte so einen Scheiß Ordner nicht! Ich hatte überhaupt nirgendwo in meinem Leben einen so lebenswichtigen Ordner … wobei mir gerade auffällt, dass das Wort „Ordner“ aus der Wortfamilie der „Ordnung“ abzuleiten ist …

Ordnung? Kenne mer net, bruche mer net! 😀

Kein Ordner „WP-Plugin“, kein Blog! 😮

FUCK! 😮

Nichts geschieht ohne Grund. Es musste wohl so sein. Jemand wollte, dass mein „Werk“, dass ich fast schon seit einem Jahr regelmäßig hege und pflege und in mein Herz geschlossen habe, vernichtet wird. Ich habe schon einmal 5 Jahre Blog, mit rund 200 Beiträgen mit einem Mausklick zunichte gemacht. Damals habe ich diese Entscheidung aber bewusst getroffen. Ich wollte all diese vielen Zeilen nicht mehr in meinem neuen Leben haben … ich bereue das heute zutiefst. Und auch am Samstag war ich tief erschüttert…

Und auch wenn irgendwo in meinem Kopf irgendein Vernunft-Ding versuchte mir einzureden, dass es besser so wäre, dass der Inhalt dieses Blogs durch ein Pluginfehler vernichtet wurde – Sei froh, dass es vorbei ist, dann gibst du den Leuten keinen Grund mehr, sich das Maul zu zerreißen. Du weißt doch, die, die es lesen sollten und von denen du es dir wünschen würdest, dass sie es lesen, lesen es nicht und umgekehrt – redete ein anderer, viel lauterer Teil auf mich ein, bloß nicht aufzugeben. Das ist die einzig wahre Therapie! Du warst so lange stumm! Du brauchst das Schreiben, wie die Luft zum atmen. Der Kampf gegen Ängste! Die Suche nach Gleichgesinnten! Die Illusion, von irgendjemanden verstanden zu werden. Und du hast inzwischen Blog-Fans.

Mit anderen Worten: Ich brauche diesen Blog, wie andere Menschen ihre verdammten Freunde brauchen, bei denen sie sich ausheulen können (ganz gleich, ob diese es hören wollen oder nicht). Es ist mein Druckablassventil und es ist jedem freiwillig überlassen, ob er mich beim Druckablassen begleitet oder nicht. Kapito? 😉

Allerdings war mein Druckablassventil (durch ein Systemabsturz inmitten eines WordPress-Plugin-Updates) so verklemmt, dass keine Hoffnung auf Lösung bestand. Und das in einer Zeit, wo meine Nerven ohnehin schon blank lagen (siehe letzte Einträge). Ja, ich kann sagen, dass am Samstag ein Tag von der Sorte war, den man am besten unkommentiert aus seinem Leben streicht, inklusive empathischer Schwingungen, denn mein Mann hatte an diesem Tag auch sein Päckchen zu tragen und ich habe sehr mit ihm mit gelitten. 🙁

Tja, willkommen, in meinem Leben …

4 Tage lang habe ich versucht damit – also mit dem zerstörten Blog – zu leben …

Konnte es aber nicht, ohne mich dabei schlecht zu fühlen …

Und am 4. Tag habe ich mich dann intensivst mit dem Begriff File Transfer Protocol beschäftigt, quasi Informatik studiert, und habe es schließlich geschafft, das Problem fachmännisch zu lösen. 😀

Alles war wieder da … unversehrt … außer die Fotogalerie, die ist hinüber… aber das krieg ich auch wieder hin.

Ein Stressfaktor weniger…

An dieser Stelle nochmal etwas zu meinen „Pegelständen“…

Am Freitag lag der Stresspegel im Ruhezustand nach wie vor bei 8

Samstag, nach dem Crash bei 9-10

Sonntag dito …

Montag … 8-9

Dienstag … 6

Heute … 4

Ja, heute war ein guter Tag …

Und es wird besser …

Ja, der Stresspegel sinkt stetig und meine körperlichen Symptome minimieren sich …

Meine Therapeutin hatte recht. Es ist keine Angststörung. Es war / ist die körperliche Reaktion auf heftigsten Stress. Stress, den ich mir selber mache, weil Leistungsdruck, beruflicher Perfektionismus, Existenzangst und meine ständige Angst vor dem Versagen, so eine überdimensionale Größe angenommen haben, dass es krank macht.

Das lasse ich nicht mehr zu …

Ich Krempel gerade mein Leben komplett um…

Ich werfe alte Gewohnheiten über Bord, mache vieles anders …

Ich höre jetzt auf mein Bauchgefühl …

Höre auf meine innere Stimme …

Mein Herz …

Wie das funktioniert?

Die erste innere Reaktion, auf einen Menschen oder eine Situation ist die richtige…

Vor ein paar Tagen fühlte ich plötzlich bei einem Menschen negative Schwingungen. Statt sie schweigend hinzunehmen und Gefahr zu laufen, das auf mich persönlich zu beziehen, fragte ich ohne zu zögern nach. Ich erhielt die Info, dass eine Operation ins Haus steht und deshalb die Stimmung im Keller war. Das zu wissen, hat mir selbst aber auch dem Betroffenen geholfen, da er jetzt nicht mehr gute Miene zum bösen Spiel machen musste.  🙂

Und noch etwas habe ich mit meinem Bauchgefühl geklärt…

Ich hatte das Bedürfnis einer Frau zu helfen, obwohl für sie noch nicht abzusehen war, dass sie Hilfe brauchte. Es ging eigentlich nur um das Öffnen einer Türe … auch wenn ich mich eigentlich ins Auto setzen und meinen Weg nehmen hätte können, war ich einfach im richtigen Moment zur Stelle. Das hätte ich mich früher nicht getraut, aus Angst jemanden allein mit meiner Anwesenheit zu stören oder zu nerven.

Ja, heute war ein besonders guter stressminimierter Tag …

Ich habe einen schönen Auftrag bekommen. Die Vertrauensbasis für diesen Auftrag, erlangte der Auftraggeber unglaublicher Weise über den Inhaltes meines Blogs – er ist ein Gleichgesinnter. 🙂

Was war noch?

Ach ja…

Heute habe ich etwas getan, was ich mich bisher nur ganz selten, ich glaube sogar nur einmal bei einem Bekannten getraut habe: Ich habe jemanden gesagt, dass er toll riecht. Ich hatte ja schon einmal erwähnt, dass ich ein sehr feines Näschen habe und auf Gerüche und Düfte reagiere, die andere noch nicht einmal wahrnehmen. Ohne Scheiß, manchmal bin ich so irritiert von Gerüchen, dass ich ganz nervös und hektisch werde und erst Ruhe gebe, wenn ich weiß, was ich da im Einzelnen alles rieche … Gerüche – wenn sie gut sind – werfen mich irgendwie total aus dem Bahn. 🙂

Heute …

Ich kam heute in die Postfiliale und fühlte mich regelrecht beflügelt. Der Duft eines Parfüms – der eindeutig von der Postangestellten kam – war nicht aufdringlich. Er war dezent (wahrscheinlich so dezent, dass es kein anderer riechen konnte) und erinnerte mich an Frühling. Das gab mir ein Glücksgefühl und ich spürte, wie mein Stresspegel von 5 auf 4 rutschte… unverhoffte Aromatherapie … dafür war ich ihr dankbar. Mein Bauchgefühl stupste mich an und sagte: „Sag`s ihr!“ Hab ich gemacht, dafür ein fröhliches Lächeln geerntet… auch wenn sie etwas irritiert war, dass ich den Duft wahrgenommen habe …

Das werde ich jetzt immer so machen …

Mehr meinem Inneren folgen …

Meinen Gefühlen und dem ersten Eindruck freien Lauf lassen…

Menschen sagen, wenn ich etwas an ihnen oder sie im Ganzen toll finde …

Menschen einfach sagen, wenn sie mich berühren, bewegen oder …

… scheiß drauf, was andere denken!

… scheiß drauf, was die Betroffenen selbst denken! 🙂

Die Frau von der Postfiliale hat wahrscheinlich gedacht, ich wollte sie anbaggern … 😀

Wollte ich nicht… aber ich wollte einem Gefühl folgen und habe es getan.

Apropos einem Gefühl folgen…

Ich bin über eine Stellenanzeige gestolpert … da meldete sich auch mein Bauchgefühl. 🙂

Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch… drückt mir die Daumen. 🙂

Nein, ich hänge meinen Job nicht an den Nagel…

Ich schaffe mir nur neue Ressourcen für meine Romanschreiberei (darin sehe ich nämlich meine Zukunft!) und erlange mir eine gewisse finanzielle Existenzsicherheit zurück, die nicht abhängig von meinen geistigen Ergüssen ist. Das wird mir eine enorme Last abnehmen. Meine Arbeit als Texterin wird natürlich parallel weiterlaufen, aber ich werde vielmehr Zeit haben für meine Romane und darauf freue ich mich sehr. 🙂

Apropos Zeit …

Ich muss ins Bett …

Da wartet noch ein Kapitel Fitzek „Passagier 23“ auf mich …Wortschatzerweiterung! 🙂

Tschö!

P.S.:

Ein letzter Gedanke: Was von Herzen kommt, kann doch nicht falsch sein… oder? 😮

 

 

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