Die Überdosis Realität und wenn dann auch noch das TV bei mir anfragt…

Eigentlich wollte ich alles, was ich im Moment zu sagen habe, auch lieber auf ein Video quatschen – besonders für meine etwas lesefaulen Youtube-Angsstörungs-Follower 😀 -, aber das muss ich leider verschieben. Ich bin im Moment nicht tageslichttauglich. Und wer weiß, ob ich das jemals auch wieder sein werde – ich kriege Falten!!! Ich bin heute ziemlich im Eimer und meine kleine Tochter hat gerade ihren Schokomund an meiner Schulter abgewischt und der Pulli, den ich stattdessen für die Aufnahme hätte anziehen wollen ist in der Wäsche…

BlaBlaBlaBla!

Okay, jetzt oder nie… 😀

Hallöchen! 🙂

Ich weiß, ich hab lange nichts mehr von mir hören bzw. lesen lassen. Und das hat einen triftigen Grund: Mir fehlen die Worte! Ich bin quasi sprachlos. Ich stehe gerade meilenweit neben mir und sehe  – mit einer besonderen Form von Fassungslosigkeit – mir selbst beim Mutigsein, Entschlossensein, Aufräumen und (An)Packen zu.

Oder im Jammerstyle ausgedrückt:

Nä, wat´n Stress! 😮

Hier ist was los! 😮

Und hier sieht´s aus… 😮

Ich sehe aus…  😮

Die Überdosis Realität der letzten Monate zeigt nicht nur Wirkung, sondern hinterlässt im Moment auch wieder eine Menge Spuren. Gefühlt laufe ich gerade die höchste Stressphase meines Lebens durch, fühle mich entsprechen auch wieder ziemlich angstgestört.  Meine Ängste, Zweifel, Unsicherheit und Sorgen haben mit meinem ziemlich großen lebensverändernden Zukunftsplänen leider wieder extrem zugenommen …  und ich leider auch. Ich arbeite ununterbrochen, fresse währenddessen (sprichwörtlich) ziemlich viel in mich hinein, mein Stoffwechsel steht scheinbar auch unter Schock und verweigert die Funktion. Ich werde tatsächlich immer fetter und seit Dezember sind auch schon wieder 5 Kilo mehr drauf. Es ist ein Teufelskreis, dem ich derzeit aber nicht entfliehen kann, weil jeder Versuch etwas dagegen zu tun, jeder Gedanke an mein Gewicht, nur noch mehr Angst, Stress und Fressattacken auslöst. Und da sind wir auch schon wieder bei meinem Unwort meines Lebens: STRESS!

Tja, was soll ich sagen …

Es gab in den letzten Monaten einfach zu viele Situationen und Geschehnisse auf die ich bei Weitem nicht vorbereitet war und die meine Verarbeitungskapazität deutlich überschritten haben. Emotionaler Scheiß, dem ich nicht gewachsen bin und dem ich auch nicht gewachsen sein will. Und ich bin auch jetzt nicht bereit, mich damit auseinanderzusetzen. Es gibt Situationen im Leben, die sind so tiefgreifend und verletzend, dass ich beschlossen habe, sie lieber bis an mein Lebensende totzuschweigen als mich damit näher auseinander zusetzen. Ich werde die Augen verschließen, weil (bei näherer Betrachtung) die Konsequenzen und Enttäuschung mich emotional umbringen würden – ich erlaube mir jetzt einfach diese Form von Selbstschutz!

Apropos Selbstschutz …

Es ist fast schon interessant, wie mein Körper auf diesen erneuten Stress reagiert, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass es langsam reicht. Seit knapp vier Wochen hat sich auch noch ein sporadisches Ohrgeräusch meinen ganzen psychosomatischen Wehwechen gesellt. Das Getöse im Gehörgang ist ununterbrochen da, eine Art Rauschen … Meeresrauschen… und es besucht mich auch beinahe täglich ein Tinnitus und geht mir zeitweise mit einem Klingeln auf die Nerven, dass an das schrille Kreischen einer Schulglocke erinnert.  Der Tinnitus schlägt aus heiterem Himmel zu und klingelt am lautesten, wenn absolute Ruhe einkehrt, – was selten ist – ansonsten wird er mit Alltagsgeräuschen oder mit Musik übertönt. Alles Stress – und Angstsymptome… und ich weiß, dass ich wieder auf Medikamente eingestellt werden müsste, damit das aufhört. Aber wir wissen ja alle, was (mit mir) passiert, wenn ich auf Psychopharmaka gesetzt werde, gell? Genau! Dann ist nix mehr los mit mir! Dann existiere ich nicht mehr … kriege nichts mehr auf die Reihe… verdiene kein Geld mehr… kann mich nicht um einen Umzug kümmern … mutiere zu einem talent – und emotionslosen Zombie mit gestörter Wahrnehmung und Libido … NEVER EVER!

Dann bin ich lieber ein talentierter, hypernervöser Grenzgänger, mit emotionalen Ausbrüchen und gelegentlichem autoagressivem Verhalten, aber dafür mit Meeresrauschen Ohr!

Wer weiß, vielleicht höre ich bald ja auch die passenden Stimmen dazu … 😀

Scherz beiseite!

Ja, ich bin mir bewusst, dass ich wieder an meine Grenzen gehe und inzwischen auch gefährlich darüber hinaus galoppiere, weil ich weiß, dass dieser letzte Angst-Marathon meine letzte Chance ist. Es ist, wie es ist. Ich habe nach wie vor das Gefühl, in diesem (meinem) Sumpf unterzugehen. Ich habe einfach keine Energie mehr. Die einzige Energie die ich im Moment aufbringen kann, ist die Flucht.

Aber…

Entgegengesetzt anderer Stimmen (die ich bewusst überhöre), bin ich mir sicher,  dass ich mich selbst, mein Leben, meine Ehe, meine Ängste (und mein Gewicht) spätestens ab Juli 2017 wieder in den Griff kriegen werde. Denn, wie bereits in den vorherigen Blogeinträgen erwähnt, werden wir ab diesem Zeitpunkt nach Niebüll ziehen. Genau genommen an den Stadtrand von Niebüll, Süder Gath.

So, Jammern aus und Euphorie-Modus an!

Wir haben diesen verdammten Mietvertrag endlich in der Tasche!

Eine anständige Wohnung über diese Entfernung zu finden, ohne Beziehungen spielen lassen zu können, war für mich die größte Hürde. Wie das alles zustande gekommen ist, selbst dazu  könnte ich einen halben Roman schreiben. Aber ich belasse es dabei, dass ich, trotz meine Ängste, alles, was in meiner Macht stand, getan habe (inklusive Verzicht auf den Irokesenschnitt und mit einer anständigen Frisur), um am letzten Februarwochenende (als wir in Niebüll waren) zumindest mit einem Handschlag-Mietvertrag nach Hause zu kommen.

Ich kann das noch gar nicht so richtig fassen, dass das geklappt hat! Und dann auch noch für eine solche (definitiv bezahlbare) Traumhütte… (nein, das auf dem Bild ist das Gartenhäuschen) 😀

Es ist eine Haushälfte, 180 Quadratmeter, 6,5 Zimmer (es gibt also das erhoffte Gästezimmer), Einbauküche, Vorratskammer, Badezimmer (mit Badewanne!!!!!), Gäste-WC, Hauswirtschaftsraum, Garage, Dachboden Gartenhaus  500 qm (!) Garten!

Seit Januar besteht schon dieser Kontakt und er war von Anfang an auch etwas Besonders, denn die Vermieter haben sich aufgrund einer Anzeige bei ebay-Kleinanzeigen uns ausgesucht und nicht umgekehrt. Aber dennoch war ich voller Zweifel. Fühlte mich wieder (hausgemacht) klein, schwach und unfähig. Ich bin ja nicht mal in der Lage, an ein klingelndes Telefon zu gehen … wie sollte ich es dann schaffen, eine Wohnung in 700 Kilometer Entfernung klar zu machen? Mit allem was dazu gehört? Telefonieren, überzeugende Gespräche führen, einen Hauch Selbstbewusstsein an den Tag legen und beim ersten Aufeinandertreffen dem potenziellen Vermieter klar machen, dass ich zwar ein bisschen schräg, aber grundsätzlich nicht falsch bin und auch meine Familie genau in dieses Haus passt. Ach ja, meinem Mann und den Kindern hatte ich bei diesem ersten Besuch Anweisung gegeben nicht so viel zu reden, nett zu lächeln, freundlich zu sein und idealerweise nicht (wie üblich) wie rheinländische Bauern zu benehmen. 😀

Es hat geklappt! 🙂

Nun, ich glaube, hier passte tatsächlich alles zusammen, weil es zusammengehört. Ich hatte bei der Vermieterin ein Empathieerlebnis. Ich spürte etwas bei ihr, was mich zunächst vollkommen verunsicherte. Ihre anfängliche „Kälte“ verunsicherte mich. Es brauchte ganze 24 Stunden, bis ich die Puzzleteile an unterschiedlichen Emotionen richtig zusammenfügen und einordnen konnte. Dann wusste ich, was ich zu tun und zu sagen hatte … die Verabschiedung war herzlich und vertrauensvoll (eigentlich) von beiden Seiten.

Letzte Woche kam der Mietvertrag …

Kindergartenplatz ist auch abgehakt. Und Hanna habe ich bei drei Gymnasien angemeldet, einen Platz hätte sie schon, auf die anderen beiden Möglichkeiten warten wir noch. Eine freie Schulauswahl wäre meine Wunschvorstellung…

Also was das betrifft, läuft alles wie am Schnürchen. Also wenn ich etwas wirklich will, dann scheine ich ja ungeahnte Energien frei zusetzen. Ich bin guter Dinge, dass wir hier einen guten Abschluss finden und in Nordfriesland einen guten Neuanfang starten können. Obwohl ich zugeben muss, dass es, trotz aller Euphorie – und ich freue mich wirklich sehr – es schon extrem schwer werden wird, mich von diesem „alten“ Leben zu trennen. Ich habe mir in den letzten Wochen schon sehr bewusst gemacht, was und wen ich alles vermissen werde … und wen und was auch nicht.

Meinen Frisör zum Beispiel. Das Team vom Dietz Coiffeur Linz am Rhein. Seit fast 20 Jahren gehe ich alle zwei Monate zu diesem schrägen Haufen und lasse mir die Haare schneiden. Das wird schon ein schwerer Schritt, da jemand anders ran zu lassen…  🙁 🙂

Das nur mal als Beispiel  …. alles andere, was ich vermissen werde, wird schnell wieder verdrängt. Ich möchte mir nicht schon im Vorfeld ausmalen müssen, wer oder was mir beim Abschied das Herz brechen wird… 😮

Apropos…

Ich habe festgestellt, dass ein Teil meiner Mitmenschen sich tatsächlich für uns freut (auch wenn wir dann eben ein paar Kilometer weiter weg wohnen) – danke hierfür und auch für die mentale Unterstützung, das Richtige tun zu wollen. Das Gästezimmer steht für alle bereit, die auch weiterhin (in Abständen) Teil meines (unseres) Lebens sein möchten!

Und dann gibt es jene, die es tatsächlich immer noch nicht gecheckt haben, dass ich hier keinen Aprilscherz aushecke und mich (oder uns) nicht ernst nehmen.

Schau mir in die Augen und du wirst sehen wie ernst ich es meine!

Und dann gibt es auch noch solche, die mich für total bescheuert und es für einen großen Fehler halten. Ich wurde sogar darauf hingewiesen, dass es doch bestimmt eine gute Idee wäre, meine Therapiestunden wieder aufzunehmen, denn dann würde ich nicht die ganze Familie mit in meine psychotischen Schnapsideen reißen.

HALLO? DIESER UMZUG IST THERAPIE!  😀

Apropos Therapie…

Ich sollte vielleicht doch (mal wieder) ins TV… 😀

Nein, (Gott bewahre) nicht RTL!

Ohne Scheiß, letzte Woche hatte ich eine TV-Redakteurin auf der virtuellen Matte stehen zum Thema:  SOZIALPHOBIE

Hier der E-Mailauszug:

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„Liebe Nicole,
ich bin die Linda und bin Fernseh-Redakteurin. Für einen TV-Beitrag bin ich derzeit auf der Suche nach Menschen, die an Phobien leiden oder diese auch bereits überwunden haben und mit uns darüber sprechen möchten. Durch deinen Youtube-Channel bin ich bei meinen Recherchen auf dich aufmerksam geworden. Deinen Erfahrungsbericht, den du dort mit uns und vor allem anderen Betroffenen geteilt hast, hat mich sehr bewegt.
In Form eines Interviews o.ä. würden wir dich gerne mit der Kamera begleiten. Gerne auch nach Vorstellungen deinerseits, da wir gemeinsam mit unseren Protagonisten das Beste aus unseren Beiträgen rausholen möchten.
Sehr gerne würde ich mit dir mal persönlich sprechen, um alles noch einmal detaillierter zu erläutern und hoffe, dass du Interesse an einer kurzen Reportage hast.“

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Ich habe im Anschluss viel mit Linda (Name geändert) geschrieben (vorm Telefonieren habe ich mich gedrückt). Ich gebe zu, dass ich schon sehr beflügelt war, dass sich jemand ernsthaft für meine Phobie interessiert (die übrigens viele tatsächlich nicht besonders ernst nehmen). Sie gab mir echt das Gefühl, es verstehen zu wollen. Sie erklärte mir schließlich das Konzept. Ich befand es für gut. Irgendwann stellte sie mir dann persönliche Fragen, u. a. warum ich nicht so gerne telefoniere, was ich beruflich mache und seit wann ich diese Sozialphobie habe und wie sie mich im Alltag beeinflusst. Und irgendwie überraschte mich meine etwas abgeklärte Antwort darauf selbst, denn noch nie hat mir jemand diese Frage gestellt – nicht mal meine Therapeutin.

Ich antwortete:

„Ich bin seit fast 10 Jahren schon freiberufliche Texterin, Redenschreiberin, Ghostwriter und Autorin. Ich verfasse Texte aller Art im Kundenauftrag. Glücklicherweise ein Job, bei dem direkter Kundenkontakt nicht zwingend notwendig ist. Gelegentliches Telefonieren muss sein, aber ich finde oft Ausreden, um ein Telefongespräch zu vermeiden. Wenn ich einem Menschen Aug in Aug begegne habe ich ggf. noch eine gewisse Kontrolle, weil ich Mimik und Gestik im Auge habe. Fehlt mir dieser Part, fühle ich mich noch unsicherer in der Kommunikation.
Nebenbei schreibe ich auch Romane (Psychothriller), die sich immer mit Ängsten und den tiefen Abgründen des Menschen beschäftigen.

...womit wir auch schon bei meiner Sozialphobie sind. 🙂

Ich leide schon seit über 15 Jahren an dieser Phobie…

Es war ein schleichender Prozess und es spielten viele Faktoren zusammen. Ich versuche die Kurzform. Da ist zum Einen meine hohe Sensibilität und die empathische Veranlagung, also ich bin sehr fixiert auf die Emotionen anderer Menschen. Kann sie erkennen, lesen, fühlen oder halbwegs interpretieren, schaffe es aber oft nicht die Eindrücke zu differenzieren und lasse mich anstecken (positiv wie negativ), das ist anstrengend. Oft beziehe ich (meist schlechte) Stimmungen auf mich persönlich. Ist also jemand schlecht gelaunt, wütend oder traurig, fühle ich mich schuldig, weil ich das Gefühl habe, dass diese Emotionen mir gelten… das ist beängstigend und Kraft raubend.

Und dann kommen da noch die Erfahrungswerte ins Spiel. Ich war schon immer irgendwie eine Einzelgängerin. Ich hatte immer das Gefühl anders zu sein, fühlte mich wie eine Außerirdische, fühlte mich abgelehnt, ungeliebt, nicht ernst genommen, dann erfolgten viele Verletzungen und Enttäuschungen von Menschen, die mir nahe standen. Hinzu kam noch Mobbing in der Schule, Mobbing in der Ausbildung, Missbrauch in Kindheit und früher Jugend, Gewalterfahrung in der Partnerschaft und viele andere zwischenmenschliche Enttäuschungen. Ich war immer irgendwie umgeben von Lug und Betrug. Die Menschen sind immer so unehrlich im Umgang miteinander. Mit jeder weiteren Erfahrung (inkl. der täglichen Nachrichten über Kindermörder, Terroristen und andere Psychopathen) erfolgte auch der weitere Rückzug von der Gattung „Mensch“.

Die Phobie bekam einen neuen Höhepunkt mit der Geburt meiner ersten Tochter vor 15 Jahren. Ich hatte ständig Angst, es könnte ihr etwas zustoßen oder jemand könnte ihr etwas antun. Ich war nicht im Stande, jemanden meine Tochter anzuvertrauen, nicht mal meinen damaligen Mann oder meiner Familie. Die ganze Welt bestand plötzlich nur noch aus Menschen, die nicht allumfassend auf sie Acht gaben, sie verletzten oder ihr Böses tun wollten. Ich ging nicht mehr ohne mein Kind vor die Tür, ließ sie nicht mehr aus den Augen, jahrelang, bis sie dann mit knapp drei Jahren in den Kindergarten musste. Es war schon schwer, sie dort aus der Hand zu geben… aber mein Vertrauen in den Kindergarten wuchs, als ich sah, wie viel Freude (und Freunde) sie dort hatte.

Mit dem Kindergarten (und später Schule) kam dann auch wieder die Zeit, in der ich selbst auch wieder täglich anderen Menschen begegnete, die oft das Gespräch suchten… es herrschte dieser Smalltalkzwang. Smalltalk geht bei mir überhaupt nicht… ich hasse Smalltalk! Ich weiß nie, was ich sagen oder antworten soll. Oberflächliche Gespräche machen mir Angst, verunsichern mich.  Ich wollte auch damals nichts mit anderen Eltern zu tun haben und ließ nur oberflächliches Geplänkel und keinen tief gehenden Kontakte zu. Das ist auch heute noch so. Dort draußen in der Welt lauert so viel Böses … ich will meine Kinder vor all diesem Bösen beschützen!

Im Dezember 2014 hat die Sozialphobie dann solche Ausmaße angenommen, dass sie in eine generalisierte Angststörung überging. Es kamen ganz viele Stressfaktoren zusammen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein Buch (Psychothriller) über einen Kleinverlag veröffentlicht. Eigentlich wurde ein Traum wahr, ich wollte schon immer Buchautorin werden. Allerdings kam ich mit den „Nebenwirkungen“ nicht klar. Alle Menschen lasen eine „irrsinnige“ Geschichte, die ich geschrieben hatte – was dachten jetzt alle über mich? Kam jetzt die nächste Welle der Ablehnung? Es folgte unwillkürlich der enge Kontakt mit Menschen. Gespräche, Kritik, Rezensionen, Fototermine, Buchmesse, und dann die erste Lesung. Diese Überdosis „Mensch“ hat mich so in Angst und Schrecken versetzt, dass es nur mit Medikamenten zu ertragen war.

In der Zeit, in der ich Medikamente nahm, war ich tatsächlich mutiger.  Also der Mut war da, aber das Empfinden war weg. Ich empfand nichts, es war mir irgendwie alles egal. Ich hielt eine 1-Stündige Lesung, besuchte die Frankfurter Buchmesse. Ich besuchte ohne Begleitung ein dörfliches (aber gut gesuchtes) Theaterstück. Ich polterte  plötzlich gegen Menschen mit rechter Gesinnung, legte mich auch gerne mit Mitmenschen an und arbeitete sogar in der Flüchtlingshilfe.

Aber als ich die Tabletten wieder absetzte, erfolgte auch hier wieder der Rückzug.

Und so beeinflusst mich die Sozialphobie bis heute: Soziale Kontakte gibt es kaum. Und wenn sich etwas aufbaut, erstickte ich es schon im Keim. Ich gehe nur unter Menschen, wenn ich es tatsächlich muss und es sich nicht vermeiden lässt, beispielsweise wenn es um meine Kinder geht (Elternabende, Laternebasteln, St. Martinszug etc.)

My Home is my Castle, außerhalb meines Zuhauses fühle ich mich wie das schwarze Schaf unter unzähligen Wölfen und so spiegelt es sich auch in meiner körperlichen Symptomatik wieder. Ich fühle mich unwohl, habe Angstgefühle, empfinde eine enorme Anspannung und habe ständig das Gefühl auf der Hut zu sein zu müssen. Ich besuche keine Veranstaltungen, keine Konzerte, wenn es hochkommt mal Kino (aber im Zeitalter von Streamingangeboten, braucht man auch das nicht mehr) Ausflüge an Orte, wo viele Menschen sind bedeuten Stress. Manchmal reicht aber auch nur ein Mensch, der sich mit mir unterhalten will, um mich in Angst und Schrecken zu versetzen. 

Und tägliche Aufgaben, wie Einkaufen, Mülleimer an die Straße stellen, zum Briefkasten gehen  erledige ich bis heute nur unter Anspannung und mit Scheuklappen. Immer den Blickkontakt mit Bekannten und Nachbarn vermeiden und immer schön so tun als ob ich blind bin, damit sich keine Smalltalk-Situation ergibt.

Meine Therapeutin sagte damals, dass die einzige Lösung, diese Phobie zu bekämpfen, wäre, es einfach mal drauf ankommen zu lassen, auf Menschen zugehen, das Herz zu öffnen und „einfach“ mal vertrauen … ha, ha, ha!

Ich weiß, dass meine Angst vor Menschen krankhaft ist. Ich arbeite jeden Tag daran, um diese Phobie zu bewältigen. Mein Blog und der Youtube-Channel helfen mir dabei.

Und ich versuche mein Bestmögliches, diese Phobie nicht auch auf meine Kinder zu übertragen, bzw. sie nicht damit rein zuziehen …

… funktioniert leider nicht immer. 🙁

Habe erst heute wieder eine Kindergartenverabredung meiner kleinen Tochter boykottiert … das muss aufhören!

Tja, soviel erst mal dazu…

Viele Grüße und vielen Dank

Nicole

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Es folgten weitere Gespräche mit Linda …

Dann irgendwann rückte Linda damit raus, für welchen Sender und welche Sendung die Doku sein sollte. Dann hatte ich ein ganzes Wochenende Zeit, um mir die schlimmsten WAS-WÄRE-WENN-Szenarien auszumalen. Und plötzlich war ich überzeugt, dass ich hier gerade im Begriff war, mich selbst den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen, auch wenn der Sender NICHT RTL hieß.

Daher entschied ich mich (vorerst) für diese Antwort…

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Hallo Linda,

bei mir geht es Augenblick drunter und drüber. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Auch habe ich in den letzten Tagen festgestellt, dass meine schriftliche Klappe offenbar doch deutlich größer ist, als mein physisches ICH. Sprich, ich habe doch mehr Angst und Panik gegenüber diesem Projekt aufgebaut als ich mir eingestehen wollte und befürchte, dass eine Doku bei Pro 7 meine Situation noch verschlimmern wird. So viel Öffentlichkeit schaffe und verkrafte ich nicht.

Das tut mir wirklich sehr leid, dass ich Deine Zeit verschwendet habe, das war wirklich nicht meine Absicht.

Liebe Grüße und trotzdem Danke für Dein Interesse

Nicole

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Ihre Antwort:

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Hi Nicole,

das ist gar kein Problem, ich kann das gut nachvollziehen.

Dennoch vielen Dank für deine Zeit und auch dir wünsche ich nur das Beste für dich und deiner Familie!

Wenn du doch eines Tages das Bedürfnis hast, darüber sprechen zu wollen, kannst du dich sehr gerne jederzeit bei mir melden, per Email oder auch Facebook.

Liebe Grüße und einen schönen Tag,

Linda

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Vielleicht werde ich mich irgendwann bei ihr melden, vielleicht auch nie. 🙂

So viel geschrieben wieder heute…

… und dabei gibt noch so viel zu tun!

Fuck, ich hab nicht mal Zeit, um zu heulen…

Bis bald!

Wahrheit tut weh… und vieles andere gerade auch

„Wahrheit tut weh“, so lautete ursprünglich der Titel meines letzten Blogeintrages, den ich vor zwei Wochen geschrieben, aber NICHT veröffentlicht habe. Ich bin gerade wieder über diesen Direkt-Aus-Dem-Herzen-Text gestolpert und bin über so viel geballte Wahrheit in einem Text selbst verblüfft. Schade, dass es hier um meine eigene Wahrheit geht und nicht um irgendein packendes Filmdrama auf ZDF oder so …

Mein Eintrag fing an mit:

Und weil ich gerade wieder echt ernsthafte Schwierigkeiten habe, mit der Situation umzugehen und auch immer mehr mein Niveau und meine Würde sinkt, (nein, ich bettle nicht mehr weiter um ein vernünftigen und respektvollen Umgang Miteinander),  flüchte ich mich nun in meinen Blog … auch wenn dieser Text niemals veröffentlicht wird.“

Im weiteren Verlauf dieses Textes fand ich dann so Aussagen wie:

„Hab mich dann einfach nicht im Griff, wenn ich wütend und verletzt bin, neige ich dazu, meine Gefühle mit ihrer ganzen verbalen Enttäuschung rauszuhauen …. wie kann man von der einen auf die andere Minute plötzlich zu so einem gottverdammten  blöden Arschloch werden … FUCK YOU! … um es harmlos auszudrücken!“

Und:

Ich erkenne mich nicht wieder… ich erkenne meinen Mann nicht wieder… ich erkenne uns nicht wieder!

Und:

Immer wieder werden Grenzen überschritten… weil er … weil wir… weil ICH nicht klar komme. Ich bin einfach nicht in der Lage, mich zu streiten. Ich muss es einfach einsehen, dass ich einfach nicht für diese komplizierte Beziehungsscheiße gemacht bin … immer diese unnötigen Dramen … Streitsucht vs. Harmonie…  jeder Konflikt eine weitere Dosis Gift für meine Seele und meinen Körper…  ich brauche Ruhe, sonst drehe ich durch … ich sehne mich gerade nach einer Gummizelle … und das ist die Wahrheit … please, leave me (alone)!

Wahrheit tut verdammt weh… 

ENDE!

Ja, mein Mann hatte echt die Schnauze voll von mir und wollte gehen – nahm ich zur Kenntnis, habe ich verstanden, konnte aber auf Anhieb nicht artgerecht darauf reagieren …

Nun ja…

Er hat es sich dann zwei Tage später doch nochmal anders überlegt … wahrscheinlich, weil er ja weitgehend dann doch ganz zufrieden mit meinen Leistungen ist, gell? 😀

Es bleibt spannend bei uns … 😉

Soviel dazu…

Und falls sich hier die Frage auftut, wie ich es wagen kann, öffentlich über das sensible Thema „Ehestreit“ zu schreiben: Liebe Leute, mein Blog ist und soll authentisch bleiben! Und ich will nicht verbergen (müssen), dass wenn in meinem Leben Chaos herrscht, dann auch tatsächlich überall der Wurm drin ist.  😀

Aber eigentlich wollte ich heute mal über meinen derzeitigen Istzustand schreiben und euch auch auf meiner beruflichen Ebene mal auf den neusten Stand bringen …

Istzustand Geist und Seele – ich muss dringend etwas ändern  

Mein neues Lebensmotto lautet: „Wenn Du nichts änderst, ändert sich nichts …“

Ich will Dinge ändern, die ich (theoretisch) ändern kann …

Ich will Dinge hinnehmen, die ich nicht ändern kann …

Was allerdings leichter gesagt ist als getan…

Es gibt immer noch zu viel Stress in meinem Leben …

Ich habe immer noch zu viel Angst …

Ich irre immer noch orientierungslos durch mein Leben …

Und ich höre immer noch zu wenig auf meine innere Stimme und das Herz …

Istzustand Körper – ich habe ihm viele schlimme Dinge angetan   

Leute, Stress macht echt (körperlich) krank …

Ich habe das wirklich vollkommen unterschätzt …

Die Ernte der ganzen Scheiße der letzten Zeit, inklusive Angst und innerer Zerrissenheit ist üppig und trägt in diesem Jahr ganz neue Früchte. Letztes Jahr war es die Angststörung. Jetzt zicken ein paar Organe von mir rum. Und diese Zickereien haben dafür gesorgt, dass ich plötzlich von heute auf morgen Probleme mit dem Essen habe. Mir ist ständig schlecht, könnte ununterbrochen nur noch kotzen, ich habe keinen Appetit und habe Seitenstechen. Greife ich auch nur nach einem falschen Lebensmittel, dann ist der Tag ganz gelaufen. Vor drei Tagen war es ein Fleischwurstbrötchen an dem ich im Anschluss zwei Tage lang meine Verdauungsfreude mit entsprechenden Magenschmerzen hatte. Zu diesen falschen Lebensmitteln gehören übrigens auch Süßigkeiten, wie Schokolade. Unglaublich, dass ich schon seit knapp einer Woche keine Schokolade mehr gegessen habe… das hat es NOCH NIE gegeben.  Ehrlich gesagt, habe inzwischen eine neue Phobie entwickelt – „Angst vor Essen“ …  😮

… so kann man übrigens auch abnehmen. 😀

5 Kilo sind schon weg … 🙂

Natürlich bin ich in ärztlicher Behandlung. Es ist derzeit auch wohl nichts Schlimmes. Ein paar Untersuchungen noch (Organultraschall und Magenspiegelung) und dann werden wir den genauen Übeltäter haben. Sicher ist aber:

Ich muss ab sofort besser auf mich aufpassen, auch wenn ich nicht gar nicht so recht weiß, wie das gehen soll. 🙂

Übrigens: Ich jogge eigentlich immer noch regelmäßig (2-5 mal die Woche), mein Runtastic ist nur irgendwie kaputt. Nicht, dass meine geaddeten Runtastic-Freunde meinen, ich hätte schon aufgegeben, nur weil ich die letzten zwei Monate 0,00 km gelaufen bin. 😀

Istzustand Beruf  – ich liebe meinen Job  

Eigentlich könnte an dieser Stelle eine lustige Geschichte über meine verbissene Jobsuche stehen, inklusive Eignungstest für den Job als „IT-Supporterin“, aber das wäre zu lang.

Hier die Kurzform:

Der ursprüngliche Plan war ja, meinen Hauptberuf (das Texten) zu einem Minijob zu machen, weil ich der Meinung war, ich wäre durch eine Art Burnout, inkl. Schreibblockade nicht mehr länger fähig, meinen Job fachgerecht auszuführen. Davon war ich echt überzeugt. Und auch als ich den Job in der Behindertenassistenz aus bekannten Gründen geschmissen habe, war ich der felsenfesten Überzeugung, es ginge einfach nicht mehr.

Panik brach aus …

Ich bewarb mich auf jede Stelle, die mir in die Finger kam und mir sinnvoll erschien, auch wenn die Qualifikation zu wünschen übrig ließ (oder auch überhaupt keine Qualifikation benötigte).

Darunter waren u. a. Stellenangebote für:

Altenpflege in allen Altenheimen der Umgebung

Schulbegleitung für einen autistischen Jungen bei einer Karitativen Einrichtung

Sachbearbeitung für Baustoffe bei Basalt Union

IT-Support bei einem örtlichen Unternehmen (der sich echt Mühe mit mir und meinem unqualifizierten Plänen gegeben hat)

Retourmanagement bei Medi Max

Bürofachkraft in einer Autowerkstatt

Spülhilfe in einem Restaurant

Kommissioniererin bei … keine Ahnung

Pralinenverpackerin in einer Pralinenfabrik hier in der Nähe  😀 😀

Und dann bekamen auch Aldi, Lidl, der DM-Markt und noch einige andere Läden meine Bewerbung…

Ich wartete und hoffte…

…und wollte das auch alles…

Ja, ich wollte das, weil es logisch war … weil es vernünftig war … weil es das einzig Richtige war… ?

Die erste Einladung zum Vorstellungsgespräch folgte und auf den einen Anruf folgte der Nächste…

Zwischendrin hatte ich nochmal eine Therapiestunde, in der meine Therapeutin die Hände über den Kopf zusammenschlug und mich fragte, auf was für einen neuen Trip ich jetzt war. Ich erklärte es ihr halbherzig, hörte mir selber beim Reden zu und glaubte mir selber genau so wenig, wie meine Therapeutin mir meine Argumentation abkaufte.

„Was immer sie auch in Zukunft tun werden, lassen Sie die Finger von der Altenpflege, das ist nicht der richtige Ort für sie. Das macht sie kaputt!“

Meine Antwort: „Ach, ich schaff das schon. Dann muss ich halt lernen, mit dem Leid und dem Tod umzugehen … was mich nicht umbringt, macht mich nur noch härter! Ein neuer Kampf gegen Ängste! Shacka!“

Gedacht habe ich allerdings:

„Fuck! Sie hat natürlich recht. Ich habe es ja noch nicht einmal in einem Altenheim als Besucherin ausgehalten. Aber ich brauche einen neuen Job … und in Altenheimen wird immer Personal gesucht … ich habe keine andere Wahl… ich bin verwirrt und als Verwirrte kann man keine professionellen Auftragstexte schreiben.“

Und dann stellte sich wieder dieser Kampf ein, – Herz vs. Verstand – den ich aber zunächst gar nicht als solchen ansah. Ich hatte die Befürchtung, dass wieder übertriebene Angst mich dazu gebracht hat, Vorstellungsgespräche zu boykottieren und sie mit fadenscheinigen Ausreden platzen zu lassen. Es war immer wieder dasselbe: ich war entschlossen und kurz vor den Terminen fühlte sich alles so schrecklich falsch an. Wie als würde mich innerlich etwas festhalten und auf mich einreden, mich anflehen, nicht wieder von einer Scheiße in die Nächste zu treten.

Heute weiß ich, dass es mein Herz war, dass mich abhalten wollte, denn es ließ mich nur zu einem einzigen Vorstellungsgespräch gehen… dazu später mehr. 🙂

Jedenfalls saß ich letzten Monat noch zu Hause, suchte wie verbissen nach einer Arbeitsstelle und war sogar bereit, putzen zu gehen, während ich versuchte meinen Texterjob so gut, wie es noch ging weiterzumachen. Aber ich war nach wie vor so schrecklich blockiert. Mehr als einen Auftrag pro Tag konnte ich beim besten Willen nicht bearbeiten und habe viele Aufträge einfach abgeblockt und Anfragen teilweise gar nicht beantwortet. Bis eines Tages plötzlich eine E-Mail in mein Postfach flatterte. Es war eine Nachricht von Christian, ein langjähriger Kunde, der via CC Folgendes an einen Kunden schickte:

Empfehlung

Diese Nachricht hat etwas ganz Entscheidendes in mir ausgelöst, bzw. gelöst. Es war die Erkenntnis, die Bewusstwerdung, dass es etwas gibt, was ich offenbar gut kann. Etwas, was Kunden dazu bringt, mich regelmäßig mit Aufträgen zu versorgen. Etwas, was meine Kunden dazu bringt, mich weiterzuempfehlen, was wiederum zu neuen Kunden führt. Ich hatte plötzlich meine Existenzgrundlage vor Augen. Meine Basis, die in den letzten 8 Jahren zu einem beachtlichen Netz(werk) gewachsen ist, was mich auffängt, wenn in einem Monat mal Neukunden auf sich warten lassen. Und das alles, wollte ich hinschmeißen, weil mein seelischer Ausnahmezustand und die Angst vor dem finanziellen Versagen mich in einen ungewollten Brotjob treibt?

S-T-O-P!

Irgendetwas läuft hier falsch…

Zeitgleich erhielt ich einen neuen ziemlich großen, allerdings auch einen sehr schwierigen Auftrag, den ich eine Minute zuvor noch wegen fehlender Kapazitäten abgelehnt hätte.

Texterstellung für einen Escortservice 
1. „Seite Jobs“ 
2. „Seite Über uns“ 
3. „Seite erotisches Lexikon“
4. „Nach Referenzseite – 25 Begriffe alphabetisches Lexikon-Vorlieben“

Na klaro, gib her!  😀

Boah…

Sachen gibt´s, die kannte ich selbst noch gar nicht …

Das war echt Schwerstarbeit …

K = Kuschelsex war dabei tatsächlich das Harmloseste …

Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass es noch andere Ländercodes als „Französisch“ gibt … 😀

Jedenfalls war ich nach dieser Nachricht, inklusive diesem großen Auftrage wie ausgewechselt. Wie von Geisterhand kehrte die Energie zurück. Und auch unabhängig von diesem Auftrag – der mir wirklich eine Menge abverlangte – merkte ich gar nicht, wie ich plötzlich anfing, wie selbstverständlich auch andere Kundenanfragen in Rekordzeit zu beantworten. Ich schrieb Angebote, machte Aufträge klar und konnte sie nahezu problemlos bearbeiten.

Der Knoten ist gelöst… ich bin wieder drin in meinem Job, den ich wirklich sehr liebe!

UND …

Ich habe dennoch einen kleinen Nebenjob angenommen. Aber nicht, weil ich mir einrede, das zu müssen, sondern weil ich da jetzt einfach Lust drauf habe. Und es ist ein Traumnebenjob. Ich habe diese Arbeit nicht (mehr) gesucht, aber sie hat mich dennoch gefunden. Es war das besagte einzige Vorstellungsgespräch, zu dem ich ohne ein schlechtes Gefühl und Angst gegangen bin.

Ich hatte die wundervolle Aufgabe der Kleinkinderbetreuung überhaupt nicht auf dem Schirm. Aber jemand anderes hatte mich und meinen damaligen Facebook-Job-Aufruf noch auf dem Schirm und hat da etwas eingefädelt. ( Dafür werde ich Dir bis in alle Ewigkeit dankbar sein, liebe Melanie! 🙂 )

Und ich hätte niemals auch nur annähernd geahnt, dass diese Aufgabe für mich in Frage kommt und dass sie genau zu dem passt, was ich bin – ein Mensch, mit einer Überdosis Gefühl und Empathie.

That´s it!

Ja, ich arbeite nun 1-2 mal in der Woche in einer kleinen privaten Kita. Und betreue Babys und Kleinkinder zwischen 8 Wochen und drei Jahren. Eine entsprechende Tagesmutter-Ausbildung, inklusive Fortbildungen werde ich im Frühjahr nächsten Jahres absolvieren, ich will meinen Job nicht nur intuitiv sondern auch fachlich gut machen. 🙂

Ich liebe es …

Es entspannt mich …

Es erfüllt mich mit Wärme und Liebe …

Ich glaube, dass einzige Problem wird nur sein, dass mir jeder einzelne Zwerg so schrecklich an Herz wachsen wird, dass ich bitterlich weinen werde, wenn Sie in den Kindergarten kommen …

So, das wär`s erstmal an Neuigkeiten… gibt noch mehr, aber ich muss jetzt erstmal Schluss machen. 🙂

Weiteres folgt…

Danke, für´s Lesen!